Ein Fest der Gnade: Werner und Inge Wenzel feiern 70 Jahre Eheglück

Am Sonntag, dem 26. April 2026 erlebte die Neuapostolische Kirche Blankenburg (Harz) einen außergewöhnlichen Festgottesdienst. Das Ehepaar Werner und Inge Wenzel feierte das seltene Fest der Gnadenhochzeit. Inmitten ihrer Kinder, Enkelkinder sowie zahlreicher Verwandter und Freunde empfing das Jubelpaar erneut den göttlichen Segen. Apostel Korbien legte dem Gottesdienst ein Wort aus 1. Petrus 3 Vers 13 zugrunde: „Und wer ist’s, der euch schaden könnte, wenn ihr dem Guten nacheifert?“

Ein seltenes Jubiläum

Der Apostel feierte mit der Gemeinde ein außergewöhnliches Ereignis: 70 Ehejahre. Er betonte, dass eine solche Gnadenhochzeit in der Kirche ein besonderes Geschenk sei, da das hohe Alter über 90 Jahren tägliche Bewahrung durch Gott erfordere.

Dem Guten nacheifern

Basierend auf dem Textwort wurde verdeutlicht, dass das „Nacheifern des Guten“ Schutz und Halt bietet. Trotz erlebten Leids in sieben Jahrzehnten blieb die Beziehung zu Gott unerschüttert. Der Apostel mahnte, sich aktiv Jesus zuzuwenden, da der Mensch allein der Sünde nicht widerstehen kann.

Der Gottesdienst als Kraftquelle

Dem Guten nachzugehen beginnt bei der Selbstfürsorge. Der Gottesdienstbesuch ist keine Pflicht, sondern Dienst an der eigenen Seele. Durch Gebet, Gemeinschaft und das Abendmahl empfängt der Gläubige Siegeskraft und Ausrichtung.

Ehe als aktive Nächstenliebe

Eine lange Ehe ist kein Selbstläufer, sondern tägliche Arbeit. Wahre Nächstenliebe zeigt sich zuerst beim „Nächsten am Frühstückstisch“. Der Schlüssel zum Glück liegt darin, den Partner glücklich zu machen.

Jesus als Vorbild

Wenn Jesus das gemeinsame Vorbild ist, wächst die Harmonie – mit Gott, mit sich selbst und mit dem Nächsten. Dies ist der Weg zu wahrem Frieden.

 

Gottesdienst als Kraftquelle

Bezirksälteste Unruh betonte in seinem Beitrag, dass der Gottesdienst die zentrale Kraftquelle ist, um negativen Entwicklungen entgegenzuwirken. Während viele Menschen im Alter auf Sport oder Gedächtnistraining setzen, sorge der Gottesdienst für eine besondere geistige Fitness im Sinne Gottes.

Das Jubelpaar Wenzel wurde hierbei als Vorbild hervorgehoben:

Gemeinsames Wirken:

Sie haben das biblische Prinzip verinnerlicht, ihre Gaben im Hause Gottes einzusetzen, solange es möglich ist.

Wertevermittlung:

Das Gute wurde nicht nur gelebt, sondern auch aktiv an die nächste Generation weitergegeben.

Veränderung annehmen:

Der Älteste wies darauf hin, dass sich Partner über Jahrzehnte verändern; wer sich jedoch gemeinsam dem Guten zuwendet, findet durch Gottes Hilfe Frieden und Gnade.

Ein bewusstes Leben nach Gottes Wort schaffe inneres Gleichgewicht und macht das Paar zu einem Vorbild für die gesamte Gemeinde.

 

Ein Leben voller Gnade

Die Segenshandlung war geprägt von tiefer Dankbarkeit und Musik. Das Wunschlied „Jesus bleibet meine Freude“, vorgetragen vom Sohn des Paares, symbolisierte den 70-jährigen gemeinsamen Glaubensweg.

Apostel Korbien würdigte die gewachsene Vertrautheit des Paares, die heute kaum noch Worte benötigt, sowie ihren unermüdlichen Dienst für die Gemeinde im In- und Ausland. Als zentrales Versprechen für die Zukunft wurde das Bibelwort Jesaja 54, 10 zugesprochen: Während Sorgenberge weichen mögen, bleibt die Gnade Gottes als unerschütterliches Fundament bestehen.

 

Ein feierlicher Ausklang

Zum Abschluss des Gottesdienstes erklang der mächtige Chorsatz „Dich, Gott, loben wir“, begleitet von festlichem Orgelspiel. Es war der ausdrückliche Wunsch des Jubelpaares, Gott auf diese Weise für sieben gemeinsame Jahrzehnte zu danken.